Satin

Alles was du über Satin wissen musst

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Satin ist ein Flachgewebe, das in Atlasbindung hergestellt wird. Der Kettsatin zeigt auf der rechten Seite durch seine dichte Einstellung eine homogene Oberfläche und durch Lichteinfall einen milden, eleganten Glanz, während die linke Warenseite matt ist.

Satin wird gerne aus Filamentgarnen wie Seide, Viskose oder Polyester gewebt, da diese den Glanz des Stoffes zusätzlich noch steigern. Es gibt aber auch Satins aus Baumwolle (typisch für Bettwäsche), Wolle und anderen Fasergarnen. Oder Stretch-Satin (mit einem 5% Anteil Elastan).

Satin ist weich, geschmeidig und leicht lappig; hochglänzend oder mattglänzend, leicht oder schwer, aber nie drapierfähig. Drapierfähige, schwere Satins nennt man Duchesse. Die Beschaffenheit hängt vom verwendeten Garn oder Fasermaterial ab.

Durch die fehlende Standfestigkeit von Satin lassen sich wenig ausgefallene Details (Rüschen, Blüten etc.) an den Kleidern herausarbeiten, dafür verwendet man Duchesse. Das Wort Satin leitet sich von Zaytuni bzw. Zaitun ab, dem arabischen Namen für die chinesische Stadt

Quanzhou, der schon im 5. Jahrhundert n.C. ein wichtiger Ausfuhrhafen für den Seidenhandel war.

Zusammensetzung
Seide, Baumwolle, Wolle, Viskose oder Polyester

Einsatz
Abendkleider, Brautkleider, Unterwäsche, Mäntel, Herrenhemden, Krawatten, Miederwaren, Bettwäsche, Futterstoff, Dekostoffe (z.B. Tischdecken, Vorhänge, Übergardinen und Wohnaccessoires)

Was muss im Umgang mit Satin beachtet werden?
Um das empfindliche Material in der Waschmaschine zu schonen, sollte die Wäsche immer auf links gedreht und in ein Wäschenetz gegeben werden. Die Höhe der Temperatur hängt von der Faser ab, aus dem das Wäschestück besteht. Kunstfasern und Seide vertragen nur niedrige Temperaturen (ca. 30° C). Im Gegensatz dazu hält Baumwollsatin einer Wäsche bei 60°C stand. Unabhängig von der Faser sollte immer der Feinwaschgang gewählt werden. Um die Struktur des Stoffes zu erhalten, sollte kein Weichspüler zum Einsatz kommen. Bei Baumwollqualitäten gibt er dem Stoff aber Weichheit und einen voluminösen Griff. Bei Seide steigert Weichspüler ebenso das Volumen und die seidige Geschmeidgkeit.

Vorteile: Glatte, seidige Oberfläche; rutschfähig

Nachteile: Wenig beanspruchbar; die glänzende Oberfläche kann durch die Berührung mit spröden Materialien aufrauen und es können schnell unschöne Fäden ziehen.