Schnitt­muster Overall

Grundschnitt

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Schon in den 80ern und 90ern war er aktuell, jetzt holen ihn viele Designer zurück auf die Mode-Bühne. Egal ob Dior, Elie Saab, Pucci oder Valentino – alle haben extravagante Einteiler in der Kollektion. Mit Schmucksteinen verziert und feinen Accessoires getragen, entwickeln sich Jumpsuits als echte Alternative zum Abendkleid. Man ist mit einem einzigen Teil komplett angezogen und kleine Problemzonen lassen sich durch raffinierte Schnittlösungen kaschieren.

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Der Overall wird zunächst von der Taille ausgehend nach unten als Hose konstruiert und anschließend zeichnen wir das Oberteil weiter nach oben an. Für die Hosenkonstruktion müssen wir den Gesäßwinkel vergrößern, damit die hintere Mitte der Hose nicht zu schräg verläuft, denn diese setzt sich im Oberteil fort. Die hintere Mitte des Oberteils sollte nicht in einem zu schrägen Fadenlauf liegen.

Die Aufteilung des Armdurchmessers, die immer die Position der Seitennaht bestimmt, wird an die Breite der vorderen und hinteren Hose angepasst. Der vordere und hintere Armdurchmesser sind deshalb beim Overall fast gleich breit. Am Vorderteil erweitern wir den Halsspiegel um 0,5 cm von P32 nach P41, damit auch die Schulter um diesen Betrag weiter zur Seite reicht. Dadurch können wir das vordere Armloch in einer gut gerundeten Form zeichnen. Die unterschiedliche Breite des vorderen und hinteren Halslochs akzeptieren wir zu Gunsten der Armlochform. Das bietet sich auch für alle anderen Oberkörperschnitte ohne Abnäher an.

Da der Overall hier mit einer Passe gearbeitet wird, verzichten wir darauf, die Schulternaht nach vorne zu verlegen. Das vordere Armloch wird folglich nicht kürzer. Das berücksichtigen wir bei der Ärmelkonstruktion, indem wir von P1 nach P4, also nach vorne, 1 cm mehr abtragen als nach hinten. So wird der vordere Teil der Armkugel länger und dem Armloch angepasst.

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