Long­sleeve

Grundschnitt

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Das Longsleeve hat eine geringe Weitenzugabe am Brustumfang, denn es soll körpernah geschnitten sein. Wir müssen deshalb ein dafür geeignetes, dehnbares Jerseymaterial wählen. Besonders wichtig ist, dass sich das Ausschnittband und die dazugehörige Naht auf das Maß von Kopfumfang plus Make-up-Zugabe dehnen lassen. Gegebenenfalls muss das Halsloch etwas erweitert werden, damit der Ausschnitt entsprechend größer wird. Das Material bewirkt, dass wir ein figurbetontes Oberteil ohne Abnäher schneiden können, der Schulterwinkel wird deshalb nicht reduziert.

Wie bei fast allen Oberkörperschnitten ist die Schulternaht parallel um 1 cm nach vorne verlegt. Der Übergang von vorderem und hinterem Halsloch oder Ausschnitt und Armloch muss immer geprüft und korrigiert werden. Dazu legen wir Vorderteil und Rückteil an den Schulternähten zusammen und zeichnen gut verlaufende Übergänge ein. Erst danach schneiden wir die Hals- und Armlöcher aus.

Die hier verwendete schnelle Ärmelkonstruktion eignet sich besonders gut für Ärmel zu Schnitten ohne Brustabnäher oder zu Schnitten für Jersey. Die Kugelhöhe des Ärmels entscheidet über die Passform des Ärmels und den Sitz unter dem Arm. Je flacher die Armkugel ist, desto mehr Falten bilden sich unter dem Arm im Armdurchmesserbereich. Allgemein gilt: je enger der Ärmel sitzen soll, desto höher muss die Kugelhöhe sein.

Die maximale Kugelhöhe ist etwa 3 cm geringer als die durchschnittliche Armlochhöhe des entsprechenden Armlochs. Für Ärmel mit hoher Armkugel sollte an die Schulter nur eine moderate Zugabe gegeben werden. Die Schulterverbreiterung geht, wenn kein Schulterpolster eingesetzt wird, direkt in die Ärmellänge über und ersetzt damit einen Teil der Kugelhöhe.

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