Denim // Jeans 

Alles was du über Denim wissen musst

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Denim ist ein robustes köperbindiges Gewebe aus Baumwolle. Die Kettfäden werden mit Indigo eingefärbt, der Schussfaden bleibt weiß (naturfarben). Die Kettgarne werden beim Färbevorgang entweder nebeneinander (Slasher) gefärbt (plain) oder im Garn-Strang (Hank).

Die so genannte Indigofärbung ergibt den typisch dunkelblauen Farbton, wobei der Kern der Garne weiß bleibt. Das nennt man Mantel- oder Ringfärbung. So vereinfacht das nachträgliche Schmirgeln des blauen Textils den used look Effekt.

Die Köperbindung sorgt für den typischen Diagonalgrat. Der Begriff Denim ist eine Verballhornung und leitet sich von „Serge de Nîmes“ ab. Serge ist der frz. Name für Köper, Nîmes eine frz. Stadt. Blue Jeans geht auf »blue de Gènes« (blaue Genueser) zurück, auch dort wurden die

Indigofarbstoffe gehandelt. Weltbekannt wurde Denim aber erst durch die erste Blue Jeans von Levis Strauss im Jahr 1873. Auswaschformen & Varianten von Blue Denim

Raw Denim, rinse washed Denim, Moon washed, Stone washed, Ring/Rotor Denim, Broken Twill, Fineweave Denim, Stripy Denim, Stretch Denim usw. Der typische Used-Look kann einfach selbst hergestellt werden, indem man den Stoff mehrmals mit Vollwaschmittel wäscht und danach mit Bimssteinen oder einer harten Bürste (oder einem Dremel) auf dem feuchten Stoff, den Kanten, Nähten und Knien bearbeitet. Bleichen kann man die Jeans z.B. mit Chlor oder Kaliumpermanganat (pp)

Zusammensetzung
100 % Baumwolle. Immer häufiger aber auch CO/PES Mischungen und im DOB Bereich überwiegend mit 3-10% Elastan. Neuester Trend: Jeans aus teilweise recyceltem PET aus dem Meer (G-Star; Raw for the Ocean)

Einsatz
Hosen, Kleider, Blusen, Jacken, Mäntel, Schuhe, Accessoires (z.B. Taschen)

Was muss im Umgang mit Denim beachtet werden?
Je nach Veredelung kann der Jeansstoff beim Waschen 7-15% einlaufen, deshalb vor dem Zuschnitt die Teile waschen (separat waschen, da die Jeansteile färben können); um ein Ausfransen der Stoffkanten zu verhindern, sollten diese vorher versäubert werden Für dicke Jeanstoffe gibt es spezielle, stabile Jeansnadeln (Stärke 90 & 100, sogar für mehrere Lagen). Für dünnere Qualitäten reichen 70er- oder 80er-Universalnadeln aus. Feine Jeansstoffe: kleine Stichlänge (ca. 2 mm Stichlänge). Für grobe, feste Stoffe (ca. 2,5 bis 3 mm Stichlänge). Wichtig ist es für Nähte ein Universalgarn aus Polyester zu verwenden (Nm 30/3).

Vorteile: Strapazierfähig, haltbar, bietet höheren UV Schutz, pflegeleicht, reißfest

Nachteile: Durch die Abbaureaktion von Indigo durch Ozon, nitrose Gase oder UV-Strahlung bekommt Denim nach längerer Zeit oft gelbliche Stellen; färbt und reibt stark ab; umweltproblematische Produktion