Damast

Ein Hauch von Orient

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Damast in Altlasbindungen wird heute (fast ausschließlich) auf Jacquardwebstühlen hergestellt. Diese Webtechnik kommt aus China und gelangte über die Seidenstrasse nach Europa. Der Look des Materials bietet je nach Musterungsart einen Hauch von Orient.

Damaststoffe werden überwiegend einfarbig aber auch zweifarbig hergestellt. Die Musterungen sind floral, seltener grafisch (Streifendamast oder blockartig gemustert). Echte Damaste zeigen in den Figuren eine grobe Abtreppung (vor 1805 auf dem Zugwebstuhl hergestellt); der Kettatlas wird für den Fond verwendet, der Schussatlas für die Figuren; bei modernen Jacquard-Damasten oft umgekehrt und die Figuren sind in den Konturen fein abgetreppt.

Unterschiedliche Lichtreflexion sorgen für die floralen, ornamentalen oder geometrischen Muster in glänzend und matt. Durch die Konstruktion entsteht auf der Vorder- und Rückseite des Stoffes ein Negativ und Positiv-Effekt. Je nach eingesetztem Rohstoff und Konstruktion werden Damaste als Louisiana- oder Brokatdamaste bezeichnet. Die Bezeichnung Damast leitet sich vom Namen der Stadt Damaskus ab, wo dieser Stoff im 12. Jahrhundert produziert, getragen und exportiert wurde.

Zusammensetzung
Ursprünglich Seide (sehr schöne Glanz und Mattefffekte), Seidenfilamentgarne, feine Kammgarne, heute oft merzerisierte Baumwolle, Leinen oder Chemiefasern

Einsatz
Bettwäsche, unifarbene Tischdecken, Vorhänge, Kleidung, Wandschmuck, Servietten, Heimtextilien

Was muss im Umgang mit Damast beachtet werden?
Wie der einzelne Damast zu Pflegen ist, hängt davon ab, ob er aus Seide, Leinen oder Baumwolle besteht. Oft großrapportiges Dessin, sollte beim Schnitt berücksichtigt werden.

Vorteile: Lange Haltbarkeit, pflegeleicht, knitterarm, strapazierfähig, schöne dekorative aber zurückhaltende Musterungen mit Positiv & Negativeffekt, weich fließend bis stark drapierfähig

Nachteile: Je nach Lichteinfall sind die Musterungen nicht immer gut erkennbar, teilweise sehr teuer