Schräg­band annähen

Schritt-für-Schritt Anleitung

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Kanten mit einem Schrägband einfassen & säumen

Als Alternative zur Belegverarbeitung kannst du Stoffkanten, Rocksäume oder Rundungen auch mit einem Schrägband einfassen. Wie das funktioniert und worauf du achten musst, zeigen wir dir hier!

Bei der Verarbeitung von Schrägband musst du KEINE Nahtzugabe an deinem Stoffstück hinzugeben, die Länge bleibt die gleiche. Schrägbänder sind, wie der Name schon verrät, im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Dadurch sind sie sehr dehnbar, lassen sich leicht formen und sind besonders geeignet für das Formen an Rundungen.

Bei geraden Kanten ist es nicht unbedingt notwendig, dass der Fadenlauf schräg verläuft. Du kannst einfach einen geraden Streifen zuschneiden und ihn auf die gleiche Art annähen. Das Schrägband ist nicht nur eine tolle Art des Einfassens und Säumens, du kannst ebenso mit verschiedenen Farben und Materialien spielen und dem Kleidungsstück das gewisse Etwas geben.

 

ANLEITUNG

1. Klappe das Schrägband auf und lege es auf die LINKE Stoffseite Kante an Kante. Starte am besten immer in der hinteren Mitte oder an einer Seitennaht.
TIPP: Falls du das Schrägband am Ende vernähen möchtest, lass am Anfang und Ende circa 5 cm offen.

2. Nähe es nun circa 1-2 mm rechts von der ersten Umbruchkantre fest, bis du am Ende angekommen bist.

 

3. Nähe jetzt die Enden mit einer Nahtzugabe von 1 cm rechts auf rechts zusammen.

 

4. Das letzte Stück kannst du nun festnähen.

 

5. Klappe den Streifen nach oben und wende den Rock auf die rechte Seite. Schlage die Kante nach innen, so dass die erste Naht überdeckt ist.

6. Steppe das Schrägband nun schmalkantig fest.

 

TIPP bei Innenrundungen
Bei Innenrundungen sollte das Schrägband gedehnt aufgesteckt werden. Eine weitere Methode wäre, das Schrägband etwas in Form zu bügeln.

 

 

TIPP bei Außenrundungen
Bei Außenrundungen sollte die Weite des Schrägbandes eingehalten werden, das heißt es sollte locker an die Stoffkante gesteckt werden.